Der Redox-Wert, auch bekannt als Oxidations-Reduktions-Potential (ORP), ist ein wichtiger Indikator für die chemische Reaktion von Substanzen im Wasser. Er gibt an, ob eine Lösung eher oxidierend oder reduzierend wirkt. Hohe Redox-Werte bedeuten eine oxidierende Umgebung, was die Entstehung freier Radikale fördert und potenziell gesundheitsschädlich ist. Niedrige Redox-Werte zeigen eine reduzierende Umgebung an, die antioxidativ wirkt und freie Radikale neutralisiert. Diese Eigenschaften sind wichtig für die Wasserqualität und die allgemeine Gesundheit. In diesem Artikel gehen wir auf die interessanten Eigenschaften und Zusammenhänge mit unserem Trinkwasser und dem Redoxwert ein.
Was ist das Redoxpotenzial?
Das Redoxpotenzial (auch: Redox-Wert, ORP – Oxidation-Reduction Potential) ist ein elektrochemischer Messwert in Millivolt (mV), der beschreibt, wie stark eine Flüssigkeit dazu neigt, Elektronen abzugeben oder aufzunehmen. «Redox» ist die Kurzform für Reduktion und Oxidation – zwei chemische Vorgänge, die immer gemeinsam auftreten: Was oxidiert wird, gibt Elektronen ab; was reduziert wird, nimmt sie auf.
Im Kontext von Trinkwasser gilt: Ein positiver Redox-Wert bedeutet, das Wasser ist oxidierend – es entzieht dem Körper Elektronen. Ein negativer Redox-Wert bedeutet, das Wasser ist reduzierend – es gibt Elektronen ab und kann dadurch freie Radikale im Körper neutralisieren, ähnlich wie ein Antioxidans.
Was misst ein Redox-Messgerät konkret?
Ein Redox-Messgerät (ORP-Meter) taucht eine Platinelektrode in die Wasserprobe und misst die Spannung gegenüber einer Referenzelektrode. Typische Richtwerte:
- Normales Leitungswasser: +200 bis +600 mV (oxidierend)
- Gefiltertes Wasser: 0 bis +200 mV
- Wasserstoffreiches Wasser: −100 bis −600 mV (stark reduzierend)
Wichtig: Der Redox-Wert ist ein Summenparameter – er zeigt das Gesamtgleichgewicht aller oxidierenden und reduzierenden Stoffe im Wasser, sagt aber nichts darüber aus, welche Substanzen konkret enthalten sind.
Warum ist das Redoxpotenzial für die Gesundheit relevant?
Im menschlichen Körper sind Redox-Gleichgewichte die Grundlage fast aller biochemischen Prozesse – von der Energiegewinnung in den Mitochondrien bis zur Immunabwehr. Oxidativer Stress entsteht, wenn zu viele freie Radikale vorhanden sind und das Redoxgleichgewicht kippt. Wasser mit negativem Redox-Wert – insbesondere durch gelösten molekularen Wasserstoff (H₂) – kann laut aktueller Forschung dazu beitragen, dieses Gleichgewicht zu unterstützen.



















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